Führungen

immer samstags
immer um 13 Uhr
immer kostenlos

 

 

 

 

 

 

 

 

(Foto rechts: Elke Wetzig/CC BY-SA 4.0, 2019)

Zum 100. Geburtstag von Gottfried Böhm

in Kooperation mit dem Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Ahr
im Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V.

 

9.5.

Qualitätvoller Stadtbaustein: Das Altstadt-Center Bad Godesberg

Treffpunkt: Am Michaelshof/Rampe Altstadt-Center, Bonn-Bad Godesberg

Als das Altstadt-Center (heute auch „City-Terassen“) vor vierzig Jahren am Fuß des Burgbergs eröffnet wurde, war es heftig umstritten. Die Qualitäten dieses damals neuartigen Stadtbausteines, entstanden aus einer Zusammenarbeit des Architekten Gottfried Böhm mit der Planungsgruppe dt8, kann man heute neu entdecken. Das multifunktionale Ensemble hat nicht nur eine markante, ganz gezielt für diesen Ort entworfene Silhouette, sondern ließ auch vielfältige öffentliche Räume entstehen. Nicht zuletzt wurde hier die heute erst recht hochaktuelle Frage nach dem Wohnen im Stadtzentrum bearbeitet.

 

16.5.

Tradition, Moderne und Familienhandschrift: St. Paulus in Bonn-Beuel

Treffpunkt: Siegburger Straße 75, Bonn-Beuel-Ost

Die Kirche im industriell geprägten Osten von Beuel gehört zu den letzten Entwürfen von Dominikus Böhm (1880-1955), der seit den 1920er Jahren wichtige Impulse für eine erneuerte Vorstellung eines christlichen Sakralbaus gegeben hatte. Nach dem Tod von Dominikus stellte sein Sohn Gottfried Böhm das Bauwerk bis 1958 fertig. Traditionelle Bauformen, Leitbilder des modernen Kirchenbaus, und die Handschrift der Familie Böhm bilden hier eine charakteristische Einheit. Seit 2008 wird das Baudenkmal nicht mehr regulär als katholische Pfarrkirche genutzt und verdient deshalb besondere Aufmerksamkeit.

 

23.5.

Selbstbewusste Aneignung: Die Godesburg und ihr Ausbau durch Gottfried Böhm

Treffpunkt: Auf dem Godesberg 5/Michaelskapelle unterhalb der Godesburg, Bonn-Bad Godesberg

Die Godesburg auf dem 60 Meter hohen Vulkankegel im Bonner Stadtteil Bad Godesberg wurde schon 1583 im Kölnischen Krieg weitgehend zerstört. Das erhaltene mittelalterliche Bruchsteinmauerwerk um den Bergfried ergänzte Gottfried Böhm bis 1961 mit Einbauten aus Sichtbeton für ein Restaurant, damit „die Ruinen wieder Bestimmung und Sinn erhalten“. Den wiedergewonnenen Burghof schließt auf der gegenüberliegenden Seite ein Hoteltrakt ab. Diese innovative Verbindung von Geschichte und Moderne, von wuchtiger Masse und spielerischer Leichtigkeit machte den Ausbau zu einem frühen Beispiel für ein kreatives Bauen im historischen Bestand.

 

30.5.

Eine Dorfkirche als Betonfelsen: St. Mariä Heimsuchung

Treffpunkt: Engelsgasse 1, Alfter-Impekoven

Weltbekannt ist heute die riesige Wallfahrtskirche in Velbert-Neviges, die Gottfried Böhm um 1970 errichtete. Zur gleichen Zeit baute Böhm in Impekoven, direkt hinter der Bonner Stadtgrenze, auch eine kleine Pfarrkirche. Mit ihrer großen Schwester im Bergischen Land ist St. Mariä Heimsuchung trotz des Unterschieds im Maßstab eng verwandt. Die hochgradig individuelle Gestaltung der Kirche reagiert sensibel auf ihren Standort und macht bereits den Weg in ihr Inneres zu einem Erlebnis.